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Bezirk Kirchdorf zur Übersicht
Mit einem Blick in den Bezirk Freistadt möchten wir das Neue Jahr beginnen. OBI d.F. Robert Essl, hat einen Bericht über die Unterstützung der Blaulichtorganisationen zum Gelingen der auch, International beachteten "Jänner Rally" erstellt.
Wenn im Mühlviertel die Motoren der Jänner Rally aufheulen, steht hinter dem sportlichen Spektakel ein dicht geknüpftes Sicherheitsnetz. Hunderte Mitglieder von Feuerwehr, Rettung und Polizei sorgen gemeinsam mit der Behörde dafür, dass die Veranstaltung für Teilnehmer, Zuschauer und Anrainer sicher abläuft. Die Interviews mit den Verantwortlichen zeigen eindrucksvoll, welcher organisatorische und personelle Aufwand dafür notwendig ist.
Im Zentrum der medizinischen Versorgung steht das Rote Kreuz. Bezirksrettungskommandant Gerald Roth beschreibt eine eigene Einsatzleitung im Katastrophenhilfszentrum, in der rund zehn Personen die Lage überwachen. Mithilfe von Kameras, GPS-Tracking und direkter Anbindung an die Leitstelle in Linz können Notfälle rasch bewertet und Einsatzfahrzeuge gezielt gelenkt werden. „Der lokale Einsatzstab entscheidet, wie der Patient am schnellsten erreicht werden kann, weil übliche Zufahrtswege durch die Sonderprüfungen oft eingeschränkt sind“, erklärt Roth. Insgesamt sind rund 15 Sanitäter mit mehreren Fahrzeugen sowie ein Notarzt im Feld im Einsatz, unterstützt von einer eigenen Feldküche zur Versorgung der Kräfte.
Die Feuerwehren bilden einen zweiten tragenden Pfeiler der Sicherheitsarchitektur. Bezirksfeuerwehrkommandant Thomas Wurmtödter spricht von etwa 200 Feuerwehrleuten aus 16 Feuerwehren des Bezirks, eingebettet in rund 500 Helfer aller Blaulichtorganisationen. Ihre Aufgaben reichen vom Lotsen- und Sicherungsdienst bis zur direkten Einsatzbereitschaft entlang der Strecke. „Für die Sonderprüfungen werden eigene Einheiten abgestellt, die in dieser Zeit für andere Einsätze nicht verfügbar sind“, betont Wurmtödter und verweist auf den hohen Stellenwert der präzisen Planung und der behördlichen Kontrollen.
Wie diese Aufgaben vor Ort gelebt werden, schildert Christopher Kastner, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Pierbach. Seine Wehr stellt nicht nur ein Rüstlöschfahrzeug für den Ernstfall, sondern übernimmt auch Lotsendienste und betreibt einen Ausschank an der Strecke. „Kommt es zu einem echten Einsatz, hat dieser immer Vorrang vor dem Eventbetrieb“, stellt Kastner klar. Die langjährige Erfahrung – die Feuerwehr ist seit 2001 bei der Rally dabei – und spezielle Schulungen an Rallyefahrzeugen erhöhen die Einsatzsicherheit zusätzlich.
Die Polizei agiert parallel dazu mit hohem Personalaufwand. Bezirkspolizeikommandant Franz Schmalzer berichtet von täglich rund 20 zusätzlichen Beamten, die neben dem normalen Dienstbetrieb für Ordnung und Sicherheit sorgen. Eine mobile Einsatzleitung, besetzt mit Polizei, Feuerwehr, Rettung und Behörde, ist laufend im Veranstaltungsgebiet unterwegs. „Die behördlichen Auflagen sind massiv gestiegen, ihre Einhaltung ist zentrale Voraussetzung für die Genehmigung“, so Schmalzer, der die enge Abstimmung aller Beteiligten als entscheidenden Erfolgsfaktor nennt.
Aus Sicht des Veranstalters Georg Höfer ist diese Zusammenarbeit unverzichtbar. Er verweist auf klare Startbedingungen: Ohne Rettungsfahrzeug, Notarzt, Feuerwehr und Sonderprüfungsleiter wird keine Prüfung gestartet. Ein GPS-Sicherheitssystem in allen Rallye-Fahrzeugen sorgt zusätzlich für schnelle Alarmierung. „Bleibt eine Rückmeldung aus, gehen wir von einem schweren Unfall aus und lösen sofort die Rettungskette aus“, erklärt Höfer.
Eigener Schwerpunkt: Veranstaltung für die Feuerwehrjugend
Ein besonderer Akzent der Jänner Rally ist die eigene Veranstaltung für die Feuerwehrjugend. Bezirks-Fachbeauftragter Feuerwehrjugend Hannes Zeindlinger spricht von rund 1.100 bis 1.200 Jugendmitgliedern im Bezirk Freistadt und einer enormen Nachfrage. Auf Initiative des Veranstalters wurde ein Programm mit Blick hinter die Kulissen, Technikstationen und einer Live-Bergung aus einem Rallye-Chassis auf die Beine gestellt. „Das ist ein Dankeschön und eine Wertschätzung für die Unterstützung der Feuerwehren“, betont Zeindlinger. Die Teilnehmerzahl musste aus Kapazitätsgründen auf 300 begrenzt werden – das Interesse bleibt jedoch ungebrochen.
Die Jänner Rally zeigt damit nicht nur Motorsport auf höchstem Niveau, sondern auch, wie professionelle Zusammenarbeit und ehrenamtliches Engagement der Blaulichtorganisationen Sicherheit gewährleisten und gleichzeitig Nachwuchsarbeit fördern.
Dank an die Einsatzorganisationen
Ein besonderer Dank gilt den Interviewpartnern, die stellvertretend für ihre Organisationen Einblick in die umfangreichen Sicherheits- und Unterstützungsleistungen rund um die Jänner Rally gegeben haben. Ihr Engagement – ebenso wie jenes der zahlreichen ehren- und hauptamtlichen Einsatzkräfte – ist eine wesentliche Voraussetzung für den sicheren Ablauf der Veranstaltung.
Ihr gemeinsamer Einsatz zeigt eindrucksvoll, wie professionelle Zusammenarbeit, Erfahrung und freiwilliges Engagement der Blaulichtorganisationen zum Gelingen einer Großveranstaltung beitragen.