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Bezirk Kirchdorf zur Übersicht
Ein Großbrand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen, ein Verkehrsunfall mit Gefahrstoffaustritt und eine Personenrettung nach einem Sturz aus großer Höhe: Gleich drei anspruchsvolle Einsatzszenarien forderten am Samstag den 31.Oktober die Einsatzkräfte am Magdalenaberg. Insgesamt elf Feuerwehren mit 26 Fahrzeugen und rund 170 Einsatzkräften sowie das Rote Kreuz beteiligten sich an der groß angelegten Übung.
Drei Einsatzszenarien gleichzeitig
Im Mittelpunkt stand ein angenommener Brand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen. Zeitgleich mussten die Einsatzkräfte einen Verkehrsunfall im Einfahrtsbereich des Objekts bewältigen, bei dem gefährliche Stoffe austraten. Als drittes Szenario galt es, eine verletzte Person nach einem Sturz aus großer Höhe zu retten und zu versorgen.
Die unterschiedlichen Schadenslagen erforderten eine enge Koordination zwischen den beteiligten Einsatzorganisationen. Während mehrere Feuerwehren die Brandbekämpfung übernahmen, mussten parallel der Gefahrstoffeinsatz und die Menschenrettung abgearbeitet werden.
2,5 Kilometer Löschwasserleitungen verlegt
Eine besondere Herausforderung stellte die Löschwasserversorgung dar. Um ausreichend Wasser zum abgelegenen Übungsobjekt zu transportieren, wurden zwei Zubringerleitungen aufgebaut.
Die erste Leitung führte über rund 900 Meter von einem Teich zum Anwesen. Eine zweite Zubringerleitung wurde über etwa 1.600 Meter von einem Hydranten hergestellt. Insgesamt verlegten die Einsatzkräfte somit rund 2,5 Kilometer Löschwasserleitungen.
Der koordinierte Aufbau der Wasserversorgung bildete einen wesentlichen Bestandteil der Übung und verdeutlichte die besonderen Anforderungen bei Bränden auf abgelegenen landwirtschaftlichen Anwesen.
Spezialeinheiten und Rotes Kreuz eingebunden
Neben zahlreichen Lösch- und Einsatzfahrzeugen standen zwei Drehleitern zur Verfügung. Die Einsatzführungsunterstützung (EFU) sowie die Drohneneinheit des Bezirks Kirchdorf unterstützten das Übungsgeschehen.
Für die Bewältigung des Gefahrstoffszenarios war das Gefährliche-Stoffe-Fahrzeug (GSF) der Feuerwehr Pettenbach eingebunden.
Auch das Rote Kreuz beteiligte sich mit mehreren Sanitätseinsatzwagen (SEW). Zusätzlich sorgten Verletzten-Darsteller für realitätsnahe Bedingungen bei der Versorgung und Rettung der betroffenen Personen.
Zusammenarbeit für den Ernstfall gestärkt
Mit elf Feuerwehren, 26 Fahrzeugen und rund 170 Einsatzkräften zeigte die Großübung, welcher personelle und organisatorische Aufwand bei komplexen Schadensereignissen erforderlich ist.
Besonders das gleichzeitige Abarbeiten mehrerer Einsatzszenarien stellte hohe Anforderungen an die Kommunikation, Koordination und Zusammenarbeit der unterschiedlichen Einheiten.
Nach Abschluss der Übung lud die Feuerwehr Magdalenaberg alle Beteiligten zur gemeinsamen Nachbesprechung ins Feuerwehrhaus ein. Dabei wurden die Abläufe reflektiert und Erfahrungen ausgetauscht.
Die Großübung verdeutlichte einmal mehr, wie entscheidend eine eingespielte Zusammenarbeit zwischen Feuerwehren, Spezialeinheiten und Rettungsdienst für eine rasche und professionelle Bewältigung größerer Schadensereignisse ist.
Bilder und Bericht: Foto Kerschi